Kirschen als Ohrringe

Wer braucht wie viel?

Täglich braucht unser Organismus bestimmte Mengen einzelner Nährstoffe. Die Versorgung mit Kohlenhydraten, Eiweißen und Fett ist in der westlichen Welt gewöhnlich gesichert.

Eher nehmen wir zu viel von diesen Nährstoffen zu uns oder achten zu wenig auf deren Qualität. Am Verzehr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann es indessen mangeln. Bei den Angaben zum Tagesbedarf handelt es sich um Empfehlungen, die auf Durchschnittswerten basieren. Individuell kann der Nährstoffbedarf sehr unterschiedlich sein. Er ist vor allem vom Lebensalter und der Lebenssituation abhängig.

 

durchschnittlicher Tagesbedarf

Dame mit Strohhut

Wer braucht mehr Vitamine und Mineralstoffe?

  • Kinder sind oft wählerisch und neigen zu einseitiger Ernährung. Gerade im Wachstum ist es aber wichtig, auf eine gute Versorgung mit allen Nährstoffen zu achten.
  • Senioren leiden häufig unter Vitaminunterversorgung. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe:
  • Der Appetit sinkt mit zunehmendem Alter, so dass weniger Nahrung und damit häufig weniger Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden, als der Körper braucht.
  • Mit dem Altern in Zusammenhang stehende Veränderungen führen zu einem Mehrbedarf an Nährstoffen
  • Resorptionsstörungen können dazu führen, dass sich der Organismus die wertvollen Nährstoffe nicht zugänglich machen kann.
  • Senioren brauchen darum zum Erhalt ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten eine Extraportion Vitamine und Mineralstoffe.
  • Schwangere und stillende Frauen brauchen neben mehr Folsäure auch weitere B-Vitamine, Calcium, Eisen und Jod.
  • Raucher haben einen deutlich erhöhten Bedarf an Vitamin C. Die beste Gesundheitsvorsorge ist es, das Rauchen aufzugeben. Vitamine können die Risiken durch Rauchen nur zum Teil reduzieren.
  • Hoher Alkoholkonsum führt zu einem Mangel an Vitamin B1, B6 und B12
  • Wer sich vegetarisch ernährt, auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet (z.B. auf Milchprodukte) oder häufig Diäten macht, kann einen Nährstoffmangel erleiden
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen können zur Folge haben, dass Nährstoffe nicht effektiv verwertet werden
  • Medikamente können eine Nährstoffunterversorgung begünstigen. Beispiele: Östrogenhaltige Präparate wie die Pille können bei langjähriger Einnahme zu einem Mangel an den Vitaminen B2, B6, B12 und Folsäure führen. Abführ- und Entwässerungsmittel schwemmen Mineralien aus und stören so das Elektrolyt-Gleichgewicht.