- Damit sich die Brustwarze aufstellt, streichen Sie sanft über den Mund Ihres Babys oder sie legen kurz einen kalten Waschlappen auf die Brust.
- Beim ersten Anlegen hilft die Schwester auf der Entbindungsstation. Mit Rat und Tat steht die für die Nachsorge zu Hause zuständige Hebamme Ihnen anschließend zur Seite.
- Vor allem am Anfang brauchen Mutter und Kind Ruhe beim Stillen. Je weniger das Baby abgelenkt wird, desto konzentrierter trinkt es an der Brust. Also, lieber in einen ruhigen Raum zurückziehen und das Telefon leise stellen.
- Etwa sieben bis neun Minuten braucht das Baby, um eine Brust leer zu trinken. Dann wird es an der zweiten Brust gestillt. Bei der darauffolgenden Mahlzeit legen Sie das Kleine an der zuletzt gegebenen Brust wieder an.
- Es dauert zwei bis drei Tage, bis das Hormonsystem der Mutter auf das Saugen des Kindes reagiert, so dass genügend Milch fließt.
- Mehr Milch? Als milchbildende Getränke gelten Milch, Buttermilch, Kefir, Milch-Malzkaffe und alkoholfreies Bier. Milchbildungstee aus der Apotheke besteht aus einer Mischung von Anis, Kümmel und Fenchel.
- Damit die Brust möglichst wenig leidet, muss das Baby den gesamten Warzenhof mit seinem Mund umfassen. Wenn es mit all seiner Saugkraft nur an der Warze nuckelt, wird das empfindliche Gewebe sehr strapaziert.
- Wunde Brustwarzen können so große Schmerzen bereiten, dass die Mutter beim Stillen die Zähne zusammenbeißen muss. Lassen Sie die Brust nach der Stillmahlzeit an der Luft trocknen! Die Mischung aus Babys Speichel und Muttermilch wirkt entzündungshemmend. Versuchen Sie die Stillpositionen zu variieren, damit die Brustwarzen nicht einseitig strapaziert werden! Lassen Sie Ihr Baby nicht unnötig lange nuckeln und beenden Sie seine Mahlzeit, indem Sie mit einem Finger seitlich in seinen Mund fahren und vorsichtig den Unterdruck lösen.
- Einen Milchstau erkennt man daran, dass sich die Brust heiß und hart anfühlt und schmerzt. Um eine Entzündung zu vermeiden, wird die Milch aus der Brust ausgestrichen. Warme Umschläge schaffen Erleichterung. Wenn die Beschwerden anhalten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen hinzukommen, muss ein Arzt konsultiert werden.