
Stillzeit
Stillen ist das Beste für Ihr Baby
Muttermilch enthält alle Nährstoffe, die es braucht in der richtigen Zusammensetzung und Menge, dazu noch wohl temperiert. Stillen gilt darüber hinaus als eine wichtige Vorbeugemaßnahme, um das Entstehen von Allergien zu vermeiden, sofern das Baby in den ersten sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch ernährt wird. Stillen hat auch für die Mutter große Vorteile. Es löst Hormonreaktionen im mütterlichen Körper aus, die die Rückbildung der Gebärmutter beschleunigen. Auch kann Stillen als natürlicher Gewichtsregulator nach der Schwangerschaft fungieren. Außerdem wird vermutet, dass mehrmonatiges Stillen der Entstehung von Brustkrebs vorbeugt. Meist werden Mutter und Kind nach kurzer Zeit zu einem eingespielten Team. Das Stillen kann nach Bedarf stattfinden oder beide gewöhnen sich einen festen Rhythmus an. Es müssen keine Mahlzeiten zubereitet und keine Flaschen sterilisiert werden.
Und schließlich schafft die Mutter eine innige Nähe zu ihrem Kind. Eine wichtige Voraussetzung, damit das Baby die Vorzüge des Stillens genießen kann, ist, dass die Mutter sich gesund ernährt. Sie muss genügend Energie, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und DHA zu sich nehmen, um sie an das Baby weiterzugeben.
Da auch Schadstoffe in die Muttermilch übergehen, sollten stillende Frauen auf solche Lebensmittel verzichten, die für das Kind nachteilige Stoffe enthalten. Dies gilt z.B. für Koffein und Alkohol. Fisch sollte aufgrund der Schadstoffbelastung einiger Fische z.B. mit Quecksilber nur begrenzt verzehrt werden. So sollten insbesondere große Raubtierfische wie Schwertfisch oder Thunfisch nur sehr selten verzehrt werden. Doch auch wenn Sie nicht stillen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Dank intensiver Forschung gibt es heute sehr gute Alternativen zur Muttermilch, so dass es „Flaschenkindern“ an nichts fehlen muss - ausgiebige Streichel- und Schmuseeinheiten vorausgesetzt.

Vitamine, Mineralstoffe & Spurenelemente
Gerade in der Stillzeit sollte man sich mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln ernähren und auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Speiseplans achten. Der Bedarf der Mutter an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist jetzt deutlich erhöht, da sie mit der Milch viele Nährstoffe an das Kind abgibt.
Vitamin A
benötigen Babys für ihre Haut- und Schleimhautzellen.
B-Vitamine
braucht der Organismus zur Umwandlung der Nahrung in Energie.
Vitamin C
unterstützt ein gesundes Wachstum und stärkt das Immunsystem.
Vitamin D
in Kombination mit Calcium ist wichtig für die Entwicklung gesunder Knochen und Zähne. Vitamin D-Mangel führte früher zu Rachitis. Seit Einführung der Vitamin D-Prophylaxe für Säuglinge kommt diese Erkrankung kaum noch vor.
Eisen
wird zur Bildung der roten Blutkörperchen benötigt.
Folsäure
hat große Bedeutung für Entwicklung, Wachstum und Stoffwechsel. Der Körper braucht sie um ein gesundes Zellwachstum zu gewährleisten.
Jod
Deutschland gilt als Jodmangelland. Nimmt die Mutter zu wenig Jod zu sich, bekommt auch das Baby keine ausreichenden Mengen. Die Folge kann eine Vergrößerung der Schilddrüse sein.
Calcium
In der Stillzeit benötigt die Mutter viel Calcium. Nimmt sie keine ausreichenden Mengen des Mineralstoffs zu sich, wird auf die Reserven zurückgegriffen, die sich in ihren Knochen befinden.
Magnesium
brauchen Knochen, Muskeln und Stoffwechsel von Mutter und Kind.
Zink
ist wichtig für gesundes Zellwachstum und damit für die gesunde Entwicklung des Säuglings.
DHA
Auch in der Stillzeit sollte die Mutter auf eine ausreichende tägliche Aufnahme von DHA achten. 200 mg DHA pro Tag werden von offiziellen
Fachgesellschaften empfohlen. DHA befindet sich hochkonzentriert im
Gehirn und in der Netzhaut der Augen.
Empfohlene Mehrzufuhr an Nährstoffen in der Stillzeit*

* Quelle: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Umschau/Braus 2008
