
Phasen der Schwangerschaft
Erstes Schwangerschaftsdrittel
Das erste Drittel der Schwangerschaft empfinden viele Frauen besonders intensiv. Die Eierstöcke und später die Plazenta produzieren Hormone, die eine ganze Reihe von Veränderungen auslösen. Auch wenn man von denen noch nicht viel sieht, fühlt die werdende Mutter sie umso deutlicher. Die Haut wird besser durchblutet, der Busen spannt und wird voller, die inneren Organe werden leistungsfähiger. Manche Frauen verzeichnen bereits eine leichte Gewichtszunahme, da der Körper Wasser einlagert. Andere nehmen zunächst geringfügig ab. Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen am Morgen sind typische Beschwerden in dieser Phase. Eine größere Empfindlichkeit gegenüber Gerüchen ist keine Seltenheit. Und empfindlich kann jetzt auch die Psyche sein. Die hormonellen Umstellungen, aber auch die Gewissheit, dass man ab nun Verantwortung für ein neues Leben trägt, das das eigene Leben ziemlich umkrempeln wird, sind dafür verantwortlich.

Zweites Schwangerschaftsdrittel
Mit dem zweiten Schwangerschaftsdrittel hört die morgendliche Übelkeit für die meisten Frauen auf. Zwischen der 16. und der 23. Woche sind für die Mutter zum ersten Mal die Bewegungen des Ungeborenen spürbar. Der Bauch rundet sich, und eine Gewichtszunahme von etwa 4 kg ist völlig normal. Die vermehrten Wassereinlagerungen können zu einem Anschwellen der Hände, Unterschenkel und Füße führen. Es können Krampfadern und Hämorrhoiden, Krampfadern im After, entstehen. Dennoch erleben die meisten Frauen das zweite Schwangerschaftsdrittel als eine entspannte Phase: Die Situation ist inzwischen vertraut, der Bauch stört noch nicht zu sehr und es bleibt noch genügend Zeit, um das „Nest zu bereiten“, sich nach einem Krankenhaus und einer Hebamme umzusehen. In einem Geburtsvorbereitungskurs kann man sich auf die Entbindung vorbereiten, sowie Atemtechniken und Gymnastikübungen erlernen.
Letztes Schwangerschaftsdrittel
Langsam wird es dem Baby in der Gebärmutter eng. Wenn es sich streckt und - soweit noch möglich - dreht, wogt Mutters Bauch hin und her. Das Baby legt nun rasch an Gewicht zu, wodurch die Wirbelsäule der Schwangeren reichlich strapaziert und der Blutstrom in den Beckenvenen beeinträchtigt werden kann. Nach unten drückt der pralle Bauch auf die Blase, so dass man häufig Harndrang verspürt. Nach oben wird es dem Magen so eng, dass nur noch Platz für kleine Mahlzeiten bleibt. Darmträgheit, die zu Verstopfung führt, ist eine typische Erscheinung in der Endphase. Kurz, - es wird Kind und Mutter so ungemütlich, dass es Zeit wird für die Entbindung.
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