Zähne putzen

Gesunde Zähne ein Leben lang

Eigentlich sind die Möglichkeiten heute gut, die Zähne ein Leben lang gesund zu halten. Doch Studien zeigen, dass diese Chance nicht genutzt wird. In Deutschland putzt nur jeder Vierte seine Zähne gründlich. Abgenutzte Zahnbürsten bleiben zu lange in Gebrauch. Zahnseide, das wichtigste Instrument zur Reinigung der Zahnzwischenräume, wird wenig verwendet. So gehören Karies und Parodontitis noch immer zu den verbreitetsten Erkrankungen in den Industrieländern. Zwar können Schäden heute gut ausgebessert und fehlende Zähne ersetzt werden. Doch natürlich gesunde Zähne sind so wertvoll, dass wir sie unbedingt schützen und erhalten sollten.

Mineralwasser trinken

Zahnfreundliche Ernährung

Wir brauchen die Zähne zum Essen. Und was wir essen, kann Einfluss auf unsere Zahngesundheit nehmen. Unsere Zähne benötigen Mineralien. Das sind vor allem Calcium und Phosphat, außerdem verschiedene Spurenelemente und Vitamine. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung liefert diese Substanzen, von denen im Übrigen der gesamte Organismus profitiert. Fluorid spielt eine besondere Rolle im Zusammenhang mit Karies. Steht es ausreichend zur Verfügung, wird es bereits vor dem Durchbrechen der ersten Zähne in den Zahnschmelz eingebaut. Der Zahn wird härter und widerstandsfähiger gegen kariesverursachende Stoffe. Jedes Kind lernt in frühen Jahren, dass Zucker schädlich für die Zähne ist. Wenn die Lust auf Süßes groß ist, sollten Erwachsene wie Kinder lieber zu natürlich süßem Obst oder Gemüse greifen.

Daneben gibt es zahnschonende Schleckereien, die mit Hilfe von Zuckeraustauschstoffen hergestellt werden. Solche Produkte führen nicht zu zahnschädlicher Säurebildung im Mund. Zuckerfreie Kaugummis regen den natürlichen Speichelfluss an, der für die Reinigung der Zähne von Bedeutung ist. Auch das richtige Trinken hat einen hohen Stellenwert für die Zahngesundheit. Stark zucker- oder säurehaltige Getränke greifen den Zahnschmelz an. Mineralwasser hingegen liefert wichtige Mineralstoffe und unterstützt die Reinigungsfunktion des Speichels.

Zahnbürste und Zahnputzbecher

Zähne pflegen, aber richtig!

Sobald die Milchzähne erscheinen, sollte eine regelmäßige Mundhygiene zur Regel werden. In den ersten Lebensjahrzehnten steht das Vermeiden von Karies an erster Stelle der Bemühungen. Etwa ab dem 35. Lebensjahr gilt das Augenmerk zusätzlich dem Zahnfleisch. Damit es sich nicht zu schnell zurückbildet, braucht es Schutz und Pflege. Die Basis aller Zahnpflege ist das Putzen. Mindestens zweimal täglich für jeweils drei Minuten sollten die Zähne gründlich gebürstet werden. Vor dem Putzen gilt es, den Mund gut auszuspülen und dann von „rot nach weiß“ zu putzen, damit keine Speisereste zwischen Zahn und Zahnfleisch geschoben werden. Das Zahnfleisch darf nicht durch zu heftiges Putzen gereizt werden. Wünschenswert ist lediglich eine sanfte Massage, die die Durchblutung verbessert. Sehr harte Zahnbürsten können zu Verletzungen führen. Auf jeden Fall sollte man die Bürste spätestens nach drei Monaten durch eine neue ersetzen.

Achtung: Nach dem Verzehr von säurehaltigen Säften und Früchten sollte man mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten. Die Säuren können den Zahnschmelz aufweichen. Durch die Borsten der Zahnbürste kann er in diesem Zustand angegriffen werden. Nicht alle Zahnpartien sind mit der Zahnbürste erreichbar. Die Zwischenräume säubert man am besten zwei- bis dreimal wöchentlich mit Hilfe von Zahnseide. Bei großen Zwischenräumen bewähren sich Zahnhölzer oder Interdentalbürsten. Auch Mundduschen oder -spülungen sind geeignet schwer erreichbare Regionen zu reinigen.

Nicht erst zum Zahnarzt, wenn´s zu spät ist!

Unter den vorbeugenden Maßnahmen hat der halbjährliche Besuch beim Zahnarzt einen hohen Stellenwert. Veränderungen an den Zähnen werden so möglichst früh erkannt und behandelt.