Junge klettert

Gesunde Verdauung bei Kindern

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Beim Laufen, Rennen, Springen und Klettern kommt der Kreislauf auf Trab, der Stoffwechsel wird angeregt und auch die Arbeit des Verdauungssystems. Leider wird dieser natürliche Impuls heute häufig ausgebremst durch stundenlanges Sitzen vor dem Fernseher und auch dadurch, dass die Sprösslinge vorwiegend chauffiert werden, statt beispielsweise den Schulweg oder die Strecke zum Freund zu Fuß zurückzulegen. Eine erste Maßnahme, die der Verdauung auf die Sprünge helfen kann lautet daher: mehr bewegen und die Fähigkeiten des eigenen Körpers neu entdecken.

Mädchen mit Radieschen

Ballaststoffe helfen

Eine Ernährung, die der Verdauung gut tut, setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen: Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und fettarme Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch. Auch ausreichendes Trinken von Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees oder Saftschorlen gehört dazu.

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, fünf mal am Tag Obst oder Gemüse zu verzehren, gilt bereits für Kinder. Fünf Portionen, die jeweils etwa dem entsprechen, was eine Kinderhand fassen kann, über den Tag verteilt, sorgen dafür, dass der kindliche Organismus reichlich verdauungsfördernde Ballaststoffe sowie lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe bekommt. Kinder, die diese Lebensmittel ablehnen, lassen sich meist mit einfachen Tricks „überzeugen“.

Ganz wichtig: Eltern sind Vorbilder. Wer sein Kind zu einer gesunden Ernährung erziehen will, sollte ihm vorleben, wie’s geht.

Mädchen auf Toilette

Was fühlt die Kinderseele

Auch andere Ursachen können der Grund sein. Sie können beispielsweise eine Reaktion auf Verlustängste sein, ausgelöst durch Veränderungen der Lebensumstände wie die Geburt eines Geschwisterkindes oder die Trennung der Eltern. In solchen Fällen brauchen Kinder besonders viel Aufmerksamkeit und Verständnis. Manchmal sind die Gründe noch naheliegender: Es geht morgens hektisch zu, und die Zeit für den Gang auf die Toilette ist zu knapp. Wenn der Wecker eine Viertelstunde früher klingelt, ist das Problem im Idealfall gelöst. Die Toiletten in Kindergärten und Schulen sind oft nicht einladend. Vor allem ist man dort kaum ungestört. Ein fester Verdauungsrhythmus, zu dem sich der menschliche Darm sehr gut erziehen lässt, ermöglicht es das „große Geschäft“ dann zu erledigen, wenn man zu Hause ist und die eigene Toilette benutzen kann.

Massage des Bauches

Wohlfühl-Massagen

Im akuten Fall schafft häufig schon Mamas oder Papas warme Hand auf dem Bauch ein angenehmes Gefühl. Mit sanftem Kreisen auf dem Unterbauch lässt sich die Darmmotorik stimulieren. Nähe und Geborgenheit tragen dazu bei, dass sich das Kind entspannt.