Butter

Fette

Fette sind wichtige Aufbau- und Transportstoffe. Darüber hinaus dienen sie uns als Energiequelle.

Die Nahrungsfette werden im Dünndarm unter Einfluss von Verdauungsenzymen aufgespalten und mit Hilfe der Gallensäuren so umgewandelt, dass sie von der Darmwand aufgenommen werden können. Von dort aus gelangen sie in den Blutkreislauf und können dabei beispielsweise fettlösliche Vitamine transportieren.
Zudem sind Fette Träger von Geschmacks- und Aromastoffen und damit für den Wohlgeschmack von Nahrungsmitteln verantwortlich.

Von allen Nahrungsbestandteilen liefern die Fette am meisten Energie. Mit einem Gramm Fett erhält der Körper doppelt so viele Kalorien wie mit einem Gramm Eiweiß oder Kohlenhydrate. Wird mehr Fett verzehrt als der Körper benötigt, legt er Depots unter der Haut oder rund um die Organe an. Etwa 25 Prozent Fett sollte unsere Nahrung enthalten. Tatsächlich liegt der Fettanteil in den Industrieländern häufig bei 40 Prozent und mehr. Schuld sind daran - zumindest teilweise - versteckte Fette in Lebensmitteln wie Milchprodukten, Wurstwaren, Backwaren und Süßigkeiten.

Ernährungswissenschaftler unterscheiden zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren ebenso wie die einfach ungesättigten kann unser Körper selbst - etwa durch die Umwandlung von Kohlenhydraten - herstellen. Reichlich gesättigte Fettsäuren enthalten beispielsweise Butter oder Speck. Solche Nahrungsmittel und aus ihnen hergestellte Speisen sollten wir nur in geringen Mengen verzehren. Sie werden für eine Erhöhung des Cholesterinspiegels im Blut und in der Folge für Erkrankungen der Herzkranzgefäße verantwortlich gemacht.

Anders verhält es sich mit den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper nicht bilden kann. Diese lebensnotwendigen Substanzen müssen wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Man unterscheidet zwischen den Omega-6-Fettsäuren, wie sie in Oliven- oder Sonnenblumenöl zu finden sind, und den Omega-3-Fettsäuren, die in Sojabohnen, Rapsöl, Walnüssen und fettem Fisch vorkommen. Heute wird empfohlen, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung zu steigern und den an Omega-6-Fettsäuren, der bereits relativ hoch ist, zu senken.