
Ernährung in der Stillzeit
Beim Stillen gibt die Mutter an ihr Kind lebensnotwendige Nährstoffe und Flüssigkeit ab. Sie benötigt darum etwas mehr Energie, vor allem aber viele Vitamine und Mineralstoffe. Der höhere Energiebedarf, der bei 600 bis 800 kcal liegt, wird am besten mit Hilfe von Kohlenhydraten und Eiweiß gedeckt. Der Durst stellt sich meist sofort beim Stillen ein. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit sollte die Mutter täglich zu sich nehmen. Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Obst- oder Gemüsesaftschorlen, Früchte- oder Kräutertees. Tipp: Beim Stillen immer einen Durstlöscher griffbereit halten. Damit das Baby nur Gutes mit der Muttermilch bekommt, sollte man während der Stillzeit auf einige Lebens- und Genussmittel lieber verzichten beziehungsweise ihren Konsum möglichst einschränken.
Das sind:
- Alkohol, weil er direkt in die Muttermilch übergeht. Wenn Alkohol getrunken wird, dann bitte nur geringe Mengen und nach der Stillmahlzeit.
- Nikotin, denn es geht in die Muttermilch über und kann die Milchbildung und den Milchspendereflex beeinflussen. Auch passiv Rauchen schadet dem Baby.
- Rohmilchkäse, weiche Eier, Spiegeleier, Süßspeisen mit rohem Ei, rohes oder halbgares Fleisch und Mett, da diese Speisen Krankheitserreger enthalten können.
- Koffein. Bitte nicht mehr als 2-3 Tassen Kaffee oder Tee pro Tag.
- Innereien, in denen sich Umweltgifte angesammelt haben, können in Babys Verdauungssystem für Unruhe sorgen.
- große Mengen an Zitrusfrüchten, deren Säure die zarte Haut im Windelbereich reizen kann.
Im Laufe der Stillzeit bemerkt die Mutter möglicherweise, dass manche Speisen, die sie isst, vom Kind nicht gut vertragen werden. Auf diese Speisen sollte für die Zeit des Stillens besser verzichtet werden. Ernährt sich die stillende Mutter allergenarm, kann sie damit zur Vermeidung von Allergien beim Kind beitragen. Medikamente während der Stillzeit bitte nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen, da alles, was Sie zu sich nehmen über die Muttermilch zum Kind gelangt.
