Eiweiße (Proteine)
Eiweiße sind Nährstoffe, die sich aus so genannten Aminosäuren zusammensetzen. 20 Aminosäuren sind bekannt. Von acht - bei Säuglingen und Kindern kommt eine neunte hinzu - weiß man, dass sie lebensnotwendig sind. Man nennt sie deshalb essentielle Aminosäuren. Die Zellen des menschlichen Organismus benötigen die Eiweißbausteine für ihr Wachstum und ihre Erneuerung. Auch Enzyme, Antikörper und Hormone werden aus ihnen gebildet. Die essentiellen Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen, so dass wir sie mit der Nahrung aufnehmen müssen. Für eine gute Verwertung ist es entscheidend, dass die Eiweißbausteine im richtigen Verhältnis zueinander verfügbar sind. Schon das Fehlen einer essentiellen Aminosäure kann die Wirkung der anderen beeinträchtigen.
Ernährungswissenschaftler empfehlen, 10 bis 15 Prozent des täglichen Energiebedarfs mit Eiweißen zu decken. In den Industriestaaten wird eher zu viel als zu wenig Eiweiß verzehrt. Je nach Lebenssituation kann es allerdings ratsam sein, genau auf die Eiweißversorgung zu achten. Kinder, Schwangere und stillende Frauen haben beispielsweise einen erhöhten Eiweißbedarf. Je ähnlicher ein Eiweiß dem körpereigenen Eiweiß ist, desto besser können wir es zu körpereigenem Eiweiß umwandeln. Dies gilt beispielsweise für Eiweiße aus Fleisch und Eiern, denn diese Proteine enthalten alle essentiellen Aminosäuren.
Auch Milch, Milchprodukte und Sojabohnen sind gute natürliche Quellen für hochwertiges Eiweiß. Viele pflanzliche Quellen wie Nüsse, Bohnen, Weizen, Reis, Nudeln und Kartoffeln enthalten jeweils nur einige der essentiellen Aminosäuren. Vegetarier können ihren Bedarf an essentiellen Aminosäuren durch Kombination der pflanzlichen Eiweißlieferanten decken.
Tagtäglich braucht unser Körper eine Vielzahl unterschiedlicher Nährstoffe. Sie liefern ihm Energie, sind unerlässlich für die Aufrechterhaltung von Körperfunktionen und tragen entscheidend dazu bei, dass wir gesund bleiben.

