Muffin und Lavendel

Ammenmärchen der Ernährung

Jetzt darfst du für zwei essen.
Wahr: Ab dem vierten Monat haben Schwangere einen leicht erhöhten Kalorienbedarf (etwa 250 - 300 Kalorien mehr pro Tag = z.B. 2 Bananen + 1 Apfel). Wer tatsächlich „für zwei isst“, nimmt möglicherweise so stark zu, dass die Schwangerschaft durch das Mehrgewicht erschwert wird. Außerdem wird es schwieriger nach der Geburt wieder Normalgewicht zu erlangen.

Die Mutter leidet während der Schwangerschaft unter Sodbrennen? Das kommt, weil das Baby schon Haare auf dem Kopf hat, die im Bauch kitzeln.
Wahr: Wenn die sich ausdehnende Gebärmutter den Magen nach oben drückt, kann es vorkommen, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort Sodbrennen verursacht. Tipps dagegen: den Magen nicht zu sehr füllen und lieber mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilen; beim Schlafen den Oberkörper hoch lagern; Nüsse neutralisieren die Magensäure.

Hat die Mutter während der Schwangerschaft Lust auf Süßes,bekommt sie eine Tochter; bei Lust auf Herzhaftes wird es ein Sohn.
Wahr: Der Wunsch, das Geschlecht vor der Geburt zu bestimmen, ist groß. Meist kann der Arzt beim Ultraschall sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird.

Wenn man zu Beginn der Schwangerschaft viel Kakao trinkt, bekommt man einen Sohn. Ein Mädchen wird’s wenn man viel Milch trinkt.
Wahr: Auf das Geschlecht des Kindes lässt sich kein Einfluss nehmen.

Isst die Mutter in der Schwangerschaft Erdbeeren, bekommt das Kind rote Haare.
Wahr: Die Haarfarbe ist erblich.

Je mehr die Mutter während der Schwangerschaft erbricht, desto kleiner ist das Kind bei der Geburt.
Wahr: Zwischen Erbrechen in den ersten Schwangerschaftsmonaten und einem niedrigen Geburtsgewicht wurde bisher kein Zusammenhang festgestellt. Leidet die Schwangere unter unstillbarem Erbrechen, muss ein Arzt kontrollieren, ob Mutter und Kind ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.
Mit niedrigerem Geburtsgewicht kommen z. B. laut Statistik die Kinder von Raucherinnen zur Welt.

Eine Schwangere soll nichts Scharfes essen. Das brennt dem Baby in den Augen.
Wahr: Keine Sorge, scharfe Speisen nehmen keinen Einfluss auf die Qualität des Fruchtwassers. Wenn stillende Mütter Scharfes essen, kann das Baby allerdings einen wunden Po bekommen.

Wenn die Mutter in der Stillzeit Sport treibt, wird die Milch sauer.
Wahr: Intensiver Sport vor dem Stillen steigert den Lactatgehalt der Milch. Sie schmeckt weniger süß. Trotzdem sollte man auf gemäßigte sportliche Betätigung nicht verzichten. So kommt der Körper wieder in Form, Kreislauf und Stoffwechsel profitieren und unerwünschte Pfunde werden abgebaut.

Das Baby hat Schluckauf? Das liegt daran, dass es kalte Füße hat.
Wahr: Babys leiden häufig unter einem Schluckauf. Das ist ein Zwerchfellkrampf, der tatsächlich durch einen Kältereiz ausgelöst werden kann und normalerweise schnell vorüber geht. Sanftes Klopfen auf den Rücken und warmer Tee helfen dabei.

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