Die Altersbedingte Makula Degeneration (AMD) ist eine schwerwiegende Augenerkrankung, die zum völligen Verlust der Sehkraft führen kann. Die ersten Symptome der AMD treten etwa ab dem 50. Lebensjahr in Erscheinung, mit zunehmendem Alter wächst das Erkrankungsrisiko deutlich. Die Degeneration findet in der so genannten Makula Lutea, dem Ort des schärfsten Sehens statt. Augenärzte unterscheiden zwei Verlaufsformen. Eher selten kommt die feuchte AMD vor, die sehr schnell zu starker Beeinträchtigung der Sehkraft führt. Die häufigste AMD, unter der mehr als 80 Prozent der Betroffenen leiden, ist die langsam verlaufende trockene Form. Sie wird von gelblichen Einlagerungen verursacht, die zum Absterben von Netzhautzellen führen. Wirksame Behandlungsmethoden gibt es bisher nicht. Als eine Hauptursache für das Entstehen einer AMD gilt oxidativer Stress, dem das Auge durch hohe Sonneneinstrahlung und Nikotin ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass gerade ältere Menschen häufig an einem Mangel an Lutein leiden. Dieses Carotinoid ist gut für die Augen. In der Netzhaut angereichert wirkt es wie eine natürliche Sonnenbrille, die dazu beiträgt, dass UV-Strahlen vermindert an die empfindlichen Sehzellen gelangen. Außerdem entfaltet es antioxidative Wirkung, indem es freie Radikale fängt und neutralisiert.
Eiweiße (Proteine) bestehen aus chemischen Bausteinen, den so genannten Aminosäuren. Einige Aminosäuren kann der menschliche Körper selbst herstellen. Man spricht von den nicht-essenziellen Aminosäuren. Andere müssen wir täglich mit der Nahrung zu uns nehmen. Dies sind die essenziellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren. Aminosäuren haben wichtige Funktionen für den Aufbau und Erhalt sowie für die Reparatur von Haut, Organen, Muskeln, Bändern, Nägeln und Haaren. Auch die Produktion von Hormonen, Botenstoffen, Körperflüssigkeiten und Enzymen ist abhängig vom ausreichenden Vorhandensein von Aminosäuren.
Antioxidantien braucht unser Körper, um Freie Radikale zu fangen und zu neutralisieren, die ständig während des Stoffwechsels entstehen. Damit tragen sie zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Zellen bei. Zum Teil erzeugt unser Organismus selbst Antioxidantien. Besondere Bedeutung kommt den Antioxidantien zu, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Als wirkungsvolle, natürliche Antioxidantien sind u.a. Lutein, die Vitamine A (Beta-Carotin), E, C und das Spurenelement Selen bekannt.
Vitamin C ist in der Natur weit verbreitet, es wird von Pflanzen und den meisten höheren Tieren selbst gebildet. Der menschliche Körper ist dazu nicht in der Lage. Daher müssen wir ihm Vitamin C täglich mit der Nahrung zuführen. Es ist besonders für Knochen, Knorpel, Bindegewebe und Zähne wichtig. Als wasserlösliches Antioxidanz kann es in den wässrigen Bereichen der Zellen freie Radikale fangen und neutralisieren und so zur Funktionsfähigkeit der Zellen beitragen.
Bei der Behandlung mit Wasser können Inhaltsstoffe aus Lebensmitteln herausgelöst werden. Dieses Auslaugen führt beispielsweise bei ausgiebigem Waschen oder Zubereiten mit Wasser zu großen Verlusten von wasserlöslichen Vitaminen, Mineralstoffen und Aromakomponenten.
Zur Gruppe der B-Vitamine gehören Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin B12, Biotin und Folsäure.
Ballaststoffe sind für unseren Organismus unverdauliche Nahrungsbestandteile, von denen man heute weiß, dass sie eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit haben. Sie bestehen aus Fasern, die im Darm aufquellen und das Stuhlvolumen vergrößern. Dadurch sorgen sie für eine bessere Verdauung und ein schnelles Ausscheiden von schädlichen Stoffen, die unter anderem die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Ballaststoffe sollten immer zusammen mit Flüssigkeit verzehrt werden, da die Fasern große Wassermengen binden.
Beta-Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A. Bei Bedarf wird Beta-Carotin vom Körper in Vitamin A umgewandelt. Es trägt zum Erhalt der Zellen bei, ist ein wirkungsvolles Antioxidanz und unterstützt den Sonnenschutz der Haut – selbstverständlich in Verbindung mit einer geeigneten Sonnenschutzcreme. Gute natürliche Quellen für Beta-Carotin sind Möhren, Aprikosen, Grünkohl und Brokkoli.
Je ähnlicher ein Eiweiß dem körpereigenen Eiweiß ist, desto besser können wir es zu körpereigenem Eiweiß umwandeln, es verfügt über eine hohe biologische Wertigkeit. Dies gilt beispielsweise für Eiweiße aus Fleisch und Eiern, denn diese Proteine enthalten alle essentiellen Aminosäuren. Auch Milch, Milchprodukte und Sojabohnen sind gute natürliche Quellen für hochwertiges Eiweiß. Viele pflanzliche Quellen wie Nüsse, Bohnen, Weizen, Reis, Nudeln und Kartoffeln enthalten jeweils nur einige der essenziellen Aminosäuren. Vegetarier können ihren Bedarf an essenziellen Aminosäuren durch Kombination der pflanzlichen Eiweißlieferanten decken.
Biotin wurde früher auch als Vitamin H (für Haut) bezeichnet. Es gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und ist Bestandteil vieler Enzyme und von Bedeutung für den Kohlenhydrat-, Fett und Eiweißstoffwechsel. Gute natürliche Biotin-Quellen sind Sojabohnen, Erbsen, Getreide, Leber, Eigelb.
Der BMI gilt heute als Standard für die Beurteilung des Körpergewichts. Indem Sie Ihren BMI errechnen, können Sie kontrollieren, ob Sie untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig sind. Zur Ermittlung des BMI teilt man das Körpergewicht (in kg) durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei einem BMI von 18,5 bis 24 liegt Normalgewicht vor. Ein BMI von mehr als 24 ist ein Anzeichen für Übergewicht. Bei einem BMI von mehr als 30 handelt es sich um starkes Übergewicht, das – am besten unter ärztlicher Kontrolle – abgebaut werden sollte. Akuter Handlungsbedarf besteht auch dann, wenn der BMI unter 18,5 liegt. Er deutet auf Untergewicht hin, so dass eine Gewichtszunahme zur Steigerung von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit dringend ratsam ist.
Beispiel: Körpergröße 1,70 Meter, Gewicht: 60 Kilogramm.
BMI = 60 geteilt durch 1,70 mal 1,70 ergibt 20,76. Es liegt Normalgewicht vor.
BE ist die internationale Einheit zur Berechnung des Kohlenhydratanteils der Nahrung für Diabetiker. 1 BE entspricht 12 g Kohlenhydrate.
Calcium ist der im Körper mengenmäßig am höchsten vertretene und benötigte Mineralstoff. Es muss daher in vergleichsweise hohen Mengen mit der Nahrung zugeführt werden. Eine optimale Calciumversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für die Knochengesundheit. Denn Calcium ist verantwortlich für den Aufbau und den Erhalt von Knochen, Zähnen und kollagenen Fasern. Besonders reich an Calcium sind Milch, Milchprodukte und Käse. Nach den Ergebnissen der Nationalen Verzehrsstudie II (2008) unterbieten insgesamt 51% aller Erwachsenen die Empfehlungen. Dies bestätigt sich auch bei Erhebungen zum Milchkonsum. Nur ein Glas Milch trinkt der Deutsche rein statistisch gesehen jeden Tag. Das macht gerade 68 Liter pro Jahr. In anderen Ländern wird dagegen mehr Milch getrunken. Spitzenreiter sind die Iren mit 153 Litern und die Finnen mit 142 Litern pro Kopf und Jahr.
„Caplette“ ist eine Bezeichnung, die aus den Ursprungswörtern Tablette und Kapsel kreiert wurde und die die leichte Schluckbarkeit unterstreichen soll.
Carotinoide sind natürliche gelb-orangene und rote Farbstoffe, die in vielen Pflanzen enthalten sind. Sie liegen dort meist als komplexe unterschiedlich zusammengesetzte Carotinoidgemische vor. Die wichtigsten Carotinoide sind Beta–Carotin, Lycopin, Lutein und Zeaxanthin. Carotinoide sind wichtige Antioxidantien.
Chlorid zählt zu den Mineralstoffen, die dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Es ist wesentlicher Bestandteil des Magensafts und der Partner von Natrium im Kochsalz. Chlorid wird vorwiegend durch salzhaltige Lebensmittel wie Käse, Brot, Wurst, Salzbrezeln und Chips aufgenommen. Chlorid sorgt im Zusammenspiel mit Natrium und Kalium für die Regulation des Wasserhaushalts im Körper.
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Es unterstützt die Bildung von Knochen und Zähnen. Darüber hinaus reguliert es den Calcium- und Phosphat-Haushalt. Einen Teil seines Vitamin D-Bedarfs kann der Körper selbst bilden. Hierfür ist allerdings eine ausreichende Sonnenbestrahlung der Haut erforderlich. Vitamin D-Defizite drohen in den Wintermonaten geborenen Säuglingen und älteren Menschen, deren körpereigene Vitamin D-Herstellung abnimmt. Vitamin D kommt nur in geringen Mengen und in wenigen natürlichen Lebensmitteln vor, z.B. in Leber, Eigelb, Butter, Milch und fettem Seefisch (z.B. Lachs, Hering, Thunfisch).
Chrom ist ein Spurenelement, das die Enzyme des Fettsäureaufbaus und des Kohlenhydratstoffwechsels stimuliert. So ist es beispielsweise für die Glucoseverwertung von Bedeutung, da es den Körper bei der Insulinverwertung unterstützt. Bei unzureichender Versorgung mit Chrom sinkt die Glucosetoleranz. Chrom hilft darüber hinaus bei der Aufspaltung von Eiweiß und Fett. Es ist enthalten in Kartoffeln, Nüssen, Gemüse, Vollkornprodukten und Obst.
Coating ist eine Bezeichnung für das Überziehen oder Verkapseln von Stoffen. So werden beispielsweise Vitaminpräparate mit einem Coating versehen, um die empfindlichen Inhaltsstoffe vor Licht und Sauerstoff zu schützen.
Als bislang letztes Vitamin wurde Vitamin B12 erst 1948 erkannt und den wasserlöslichen Vitaminen der B-Gruppe zugeordnet. Die endgültige Aufklärung der Struktur dieses Vitamins gelang der Forscherin Dorothy Hodgin im Jahr 1955, wofür sie 1964 den Nobelpreis erhielt. Vitamin B12 ist für die Bildung und den Abbau einzelner Aminosäuren und die Reifung von Körperzellen, insbesondere der roten Blutkörperchen, verantwortlich. Mikroorganismen sind die einzigen Lebewesen, die Vitamin B12 herstellen können. Quellen, die zur Bedarfsdeckung beitragen, sind ausschließlich tierische Lebensmittel. Vor allem in Leber, Niere, aber auch in Eiern und Milch ist Vitamin B12 enthalten. Eine rein vegetarische Kost ist nahezu frei von Vitamin B12. Das äußerst geringe Vorkommen in pflanzlichen Lebensmitteln leistet keinen ausreichenden Beitrag zur täglichen Bedarfsdeckung.
siehe Ascorbinsäure



